Ärztin bringt Naturmedizin zu Patienten

Dr. Khalid El Khalfaoui, Dr. Özgür Cesur und Dr. Volker Launhardt stellen das neue Konzept mit Naturheilverfahren vor.

Ein Lavendelkissen für erholsameren Schlaf, Leberwickel zur Verbesserung der Lebergesundheit, Bienenwachs gegen Verspannungen der Wirbelsäule. Was bislang vorwiegend in Omas Hausapotheke Erwähnung fand, wird bald im Wermelskirchener Krankenhaus in den Alltag integriert. Den Anstoß zur Anwendung von Naturheilverfahren in die schulmedizinische Klinik-Routine gibt Dr. Özgür Cesur. Die 42-Jährige ist neue Oberärztin der gynäkologischen Abteilung an der Königstraße. Die Essenerin verstärkt bereits seit Oktober die Abteilung von Chefarzt Dr. Khalid El Khalfaoui. „Ich bin Schulmedizinerin durch und durch“, sagt sie.

Entsprechend werde im Krankenhaus freilich auch weiterhin schulmedizinisch diagnostiziert und behandelt. „Aber ich lege den Fokus eben auch auf die Alternativmedizin.“ Neben Schwerpunkten in gynäkologischer Onkologie und Palliativmedizin hat Cesur Ausbildungen in Ayurveda-Heilkunde, Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), Präventivmedizin und ärztlicher Osteopathie. Integrieren in den medizinischen Alltag möchte sie unter anderem Akupunktur, Bewegungstherapie und Ordnungstherapie (beispielsweise Meditation und Yoga). „Schon jetzt behandeln wir Krebspatientinnen, die eine Chemotherapie bekommen, begleitend mit Akupunktur“, berichtet Cesur. Mit großem Erfolg. Denn die alternative Heilmethode kann bewirken, dass die unliebsamen Nebenwirkungen der Krebstherapie gemildert werden oder sogar ausbleiben.

In den Krankenhausalltag lasse sich die Naturheilkunde zumindest in Wermelskirchen problemlos integrieren, sagt Cesur. „Es ist ein kleines, familiäres Krankenhaus, in das das Konzept prima passt.“ Das Pflegepersonal auf der Station habe sie bereits geschult. „Sie waren begeistert“, sagt die Medizinerin. „Alle sind bereit, die Verfahren anzuwenden.“ Mehraufwand bedeute das, bei guter Planung, nicht: „Ob eine Schwester jetzt eine neue Infusion vorbereitet mit Beruhigungsmittel oder ein Lavendelherz-Kissen auflegt – die Arbeitszeit ist gleich, der Erfolg aber vielleicht mit der natürlichen Methode besser.“

Alternative Methoden soll es abteilungsübergreifend geben

Dr. Volker Launhardt, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses, kann sich vorstellen, die alternativen Heilmethoden abteilungsübergreifend einzuführen. „Man muss dabei immer wieder betonen, dass das keine schulmedizinischen Behandlungen oder gar Krebstherapien ersetzt, sondern unterstützend wirken soll“, unterstreicht er.

Für Freitagnachmittag hat das Krankenhaus niedergelassene Allgemeinärzte und Gynäkologen nach Schloss Burg eingeladen, um ihnen unter anderem das Konzept der unterstützenden Naturheilkunde näherzubringen. „Wir sind überzeugt, dass das Schule machen wird“, glaubt Dr. Khalid El Khalfaoui.

Quelle: Remscheider General-Anzeiger (18.01.2018)

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