Krankenhaus-Geschäftsführer wünscht sich weniger Bürokratie

Der Geschäftsführer des Krankenhauses, Christian Madsen, zieht positive Bilanz. Zum Beginn des Jahres befragen wir einige Mitglieder des Wirtschaftsgremiums Wermelskirchen der Industrie- und Handelskammer zu Köln zur Lage ihres Unternehmens und ihre Aussichten für die Zukunft.

Wir starten heute mit: Christian Madsen, Geschäftsführer des Krankenhaus Wermelskirchen.

Wermelskirchener General-Anzeiger:
Herr Madsen, wie war das Jahr 2017 für ihr Unternehmen?
Christian Madsen: Es war klar erfolgreich: Der Zuspruch der Patienten hält weiter an und, trotz vieler Baumaßnahmen im laufenden Betrieb, konnten wir knapp 10.000 stationäre Patienten behandeln und pflegen. Rund 35.000 ambulante Patientenkontakte haben stattgefunden.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Wie wirkte sich das für Ihre Mitarbeiter aus?
Christian Madsen: Unsere Mitarbeiter sehen dies als Zuspruch und Bestätigung ihres Einsatzes und wissen um die wirtschaftliche Stabilität, die dies für das Unternehmen mit sich bringt. Darüber hinaus konnten aufgrund des Erfolges der letzten zehn Jahre tatsächlich 100 Mitarbeiter mehr eingestellt werden. Das ist zu betonen.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Was erwarten Sie denn für 2018?
Christian Madsen: Wir gehen von einer weiteren positiven Entwicklung aus, da wir weiter in die patientennahen Bereiche des Hauses investiert haben, um neben der medizinischen und pflegerischen Qualität auch die Komfortelemente zu verbessern. Allerdings belastet alle Krankenhäuser die nachgewiesen nicht ausreichende Investitionsfinanzierung durch die Länder, obwohl diese in ausreichendem Maße dazu per Gesetz verpflichtet sind.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Was haben Sie 2017 investiert?
Christian Madsen: Als Highlights sind der neue Magnetresonanztomograph (MRT) in der Radiologie, eine neue Zentralumkleide und der Beginn der kompletten Sanierung der Station 2 zu nennen. Mit weiteren kleineren Investitionen kommen wir auf ca. 3,4 Mio. Euro Investitionssumme.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Und was werden Sie in 2018 investieren?
Christian Madsen: Die komplette Sanierung und Neugestaltung der Station 2 wird in das neue Jahr hineinreichen, danach möchten wir uns an die Intensivstation, eine komplett neue Stromversorgung und weitere Instandhaltungsmaßnahmen wagen, so dass ca. 2 Mio. Euro fließen könnten.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Stellen Sie 2018 neue Mitarbeiter ein?
Christian Madsen: In 2018 eher nicht zusätzlich, sondern nur als Ersatzeinstellungen, da in den vergangenen Jahren hauptsächlich in qualifizierte Mitarbeiter investiert wurde, um das Leistungsangebot unseres Krankenhauses auszubauen. Wie bereits erwähnt, stellten wir in den letzten Jahren tatsächlich 100 Mitarbeiter mehr ein.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Reden wir mal über den Standort Wermelskirchen. Wo hapert’s am Standort Wermelskirchen?
Christian Madsen: Wir sind zufrieden und haben an dem Standort aus unternehmerischer Sicht nichts auszusetzen. Wichtig ist natürlich, das Wermelskirchen für Unternehmen und Familien auch als Wohnort attraktiv bleibt.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Und wie ist die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Politik?
Christian Madsen: Das funktioniert gut.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Finden Sie Gehör?
Christian Madsen: Wir kriegen zu spüren, dass die Bevölkerung, die Politik und die Verwaltung aufgrund der guten Leistung hinter „Ihrem“ Krankenhaus steht.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Gibt es denn auch etwas zu verbessern?
Christian Madsen: Den salbungsvollen Worten der Politik aus Land und Bund zur Anerkennung beispielsweise der Leistung unserer Pflegekräfte und der Arbeit am kranken Menschen als solches, müssen unterstützende Taten folgen.

Wermelskirchener General-Anzeiger: Und Ihr persönlicher Wunsch für 2018?
Christian Madsen: Wir brauchen dringend eine ordnende politische Kraft, die die Bürokratie und unverhältnismäßigen Anforderungen an Krankenhäuser, die oft völlig an der Realität vorbeigehen, eindämmt und sinnvoll sortiert.

Zahlen

Die Geschäftsleitung der Krankenhaus Wermelskirchen GmbH stellte in den letzten sieben Jahren 25 Prozent mehr Mitarbeiter für den Klinikbereich ein als zuvor; insgesamt sind es derzeit etwas über 400, davon 55 Ärzte, darunter viele Fachärzte.

Patienten

Die Patientenzahl des Krankenhauses stieg von vormals 7.800 Patienten inzwischen auf rund 10.000 stationäre Patienten an. Im ambulanten Bereich verzeichnet die Klinikleitung 35.000 Patientenkontakte pro Jahr.

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (12.01.2018)

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